Testomat 2000 PO4 – Phosphatmessung in Dampfkesselanlagen
Einsatzbereiche des Testomat 2000 PO4 (ortho-Phosphat) in Dampfkesselanwendungen
Die Dosierung phosphathaltiger Produkte ist ein etabliertes Verfahren in der Wasseraufbereitung.
Einer der Haupteinsatzbereiche ist die Phosphatdosierung in Dampfkesselanlagen. Hierbei ist zwischen zwei grundlegenden Einsatzprinzipien zu unterscheiden.
Phosphatdosierung In Kesselspeisewasser
Hier dient die ortho-Phosphat Messung der Überwachung erforderlicher Soll-Konzentrationen im Kesselspeisewasser, der Überwachung von Dosiermittelverschleppungen und zur Überwachung von Konditionierungsprogrammen.
Überwachung der Kesselchemie im Dampfkessel
Bei der Überwachung der Kesselchemie wird eine gekühlte Probe des Kesselwassers analysiert. Ziel der Messung ist die Überwachung der Phosphatkonzentration im Kesselwasser. Anhand des Messwertes wird die Phosphatdosierung angesteuert. Hauptgrund für den Einsatz phosphathaltiger Produkte in diesem Bereich ist die Bindung von noch im Speisewasser verbliebenen Härtebildner wie bspw. Calcium.
3Ca2+ + 2PO43− → Ca3(PO4)2
Über die Absalzung des Kessels kann das sich so gebildete Calciumphosphat abgeschlämmt werden. Da im Kesselwasser eine Aufkonzentration der mit dem Speisewasser eingetragenen Wasserinhaltsstoffe erfolgt, besteht bereits bei geringsten Konzentrationen im Speisewasser bzw. Spuren von Resthärte (0,1°dH) die Gefahr von Ablagerungen im Kesselinneren. Diese Ablagerungen werden auch als Kesselstein bezeichnet.
Die Dosierung der Produkte erfolgt hierbei in flüssiger Form bzw. als angesetzte Formulierung mittels mengenproportional arbeitender Dosierpumpen wie bspw. der EMEC Prisma oder EMEC K-Plus Serie.
Kesselstein vermeiden und Energieeffizienz im Dampfkessel verbessern
Ablagerungen auf der Kesselinnenwandung wirken wie eine Isolierschicht und führen zu einer reduzierten Wärmeübertragung. Hierdurch muss mehr Wärme zugeführt werden, um die gleiche Dampfmenge zu erzeugen. Im Ergebnis resultiert hieraus ein erhöhter Energieaufwand. Bei zunehmenden Ablagerungen kann es sein, dass der Kessel seine benannte Nennleistung nicht mehr erreicht und ein sinkender Dampfdruck bei erhöhten Abnahmen vorliegt.
Bei bereits vorhandenen Loch-Korrosionen, welche durch Kesselstein oberflächlich verschlossen werden, besteht die Gefahr, dass sich diese unerkannt weiter ausbreiten. Bei weiterer thermischer Belastung besteht die Gefahr eines strukturellen Versagens des Kessels.
Vorteile der kontinuierlichen Phosphatüberwachung mit dem Testomat 2000 PO4
Durch den Einsatz des Testomat 2000 PO4 behalten Sie nicht nur ihren Prozess im Blick, sondern überwachen aktiv und kontinuierlich die optimale Phosphatdosierung. Sie reduzieren nachhaltig den Chemieeinsatz, stellen den Werterhalt ihres Dampfkessels sicher und gleichzeitig reduzieren Sie die Energiekosten auf das notwendige Maß.